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Wer wir sind, was wir tun...
Die Gründung der Firma GoTro-Kunstgalvanik erfolgte im Jahre 1987.
Als Dienstleistungsbetrieb beschäftigen wir uns mit der Veredelung von Nichtmetallen.
Anfangs beschränkte sich die Nachfrage auf die Veredelung von Babyschuhen in verkupferter, versilberter oder vergoldeter Ausführung. Im Laufe der Zeit hatten wir und auch unsere Kunden, immer wieder neue Ideen, so dass wir heute sehr viele Erinnerungsstücke bearbeiten, die versilbert oder vergoldet zu einem besonderen Geschenk werden.
Im hochwertigen Geschenkartikelbereich zählen Juweliere und Goldschmieden zu unseren Kunden. Hier werden hauptsächlich Andenken aus vielen unterschiedlichen Materialien metallisch veredelt.
Für die Werbebranche werden spezielle Artikel metallisiert, deren Herstellung aus Metall aufgrund teuren Formenbaus zu aufwändig wäre, so dass diese Teile aus Holz oder Kunststoff gefertigt und dann metallisch ummantelt werden.
Im industriellen Bereich werden häufig ausgefallene Werbegeschenke für Kunden bzw. Mitarbeiter gesucht, z.B. für das Jubiläum oder beim Ausscheiden aus dem Betrieb.
Die Technik
Um Vergängliches unvergänglich zu machen und dem Normalen den Glanz des Besonderen zu geben, bedienen wir uns einer speziellen Technik, die weltweit nur wenige Spezialunternehmen anbieten: die Galvanisierung auch nichtmetallischer Gegenstände.
Grundvoraussetzung einer Metallabscheidung, egal ob diese auf Metallen (Stahl, Kupfer Messing usw.) oder Nichtmetallen (Kunststoff, Holz, Wachs usw.) erfolgen soll, ist das Vorhandensein von metallischen Ionen in einer Lösung, die aufgrund von Potentialunterschieden das Verlangen haben, sich auf einer Oberfläche niederzuschlagen. Dieser Potentialunterschied wird in der Galvanotechnik hauptsächlich durch eine elektrische Spannung erzeugt, die von außen an das galvanische Bad angelegt wird. Das abzuscheidende Metall (Kupfer, Silber, Gold usw.) befindet sich in Ionenform (als aufgelöstes Metallsalz) im galvanischen Bad und wird mittels Gleichstrom in Bewegung gebracht. Da sich unterschiedliche Pole anziehen, sind die Metallionen stets positiv und die zu galvanisierenden Teile negativ (werden mit dem Minuspol der Spannungsquelle verbunden). Von der Kathode (Minuspol) bekommen die positiven Metallionen ein Elektron und werden damit zum Metallatom, also dem metallischen Überzug. Die weiteren chemischen und technischen Abläufe können für dieses grundlegende Verständnis außer Acht gelassen werden.
Eine entscheidende Voraussetzung, damit überhaupt elektrischer Strom zwischen zu galvanisierendem Objekt, der galvanischen Flüssigkeit und den Polen fliessen kann, ist eine elektrisch leitfähige Oberfläche. Bei Nichtmetallen erfolgt die Leitfähigkeit durch das Aufbringen eines so genannten Leitlackes, der von uns speziell für unsere Anforderungen und abgestellt auf das jeweilige Grundmaterial, entwickelt wurde.
Jedes Material bedarf einer unterschiedlichen Vorbehandlung, damit zum einen das Grundmaterial vor dem Einfluss der Flüssigkeit in den galvanischen Bädern geschützt wird und zum anderen die anschließende Verkupferung auf dem Untergrund haftet. Da die Gegenstände zum Teil mehrere Stunden bis einige Tage, je nach gewünschter Dicke der Ummantelung, in den galvanischen Bädern verbleiben, ist eine aufwändige Kontaktierung nebst Gestellbau erforderlich. Auch die Badführung ist aufgrund der langen Verweildauer der Teile in den Bädern mit äußerster Sorgfalt zu überwachen. Temperatur, chemische Zusammensetzung, Badbestandteile und Konzentration der Lösungen erfordern eine ständige Kontrolle und Korrektur.
Basis jeder Bearbeitung ist ein massiver Kupferüberzug, der die Strukturen naturgetreu erhält. Auf Wunsch wird eine Versilberung oder Hartvergoldung aufgebracht. Eine Antikbearbeitung bei verkupferten oder versilberten Oberflächen finisht den Prozess. Eine eventuelle Mattierung ist grundsätzlich bei allen Oberflächen möglich.
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Wissenswertes
Schon in der Antike stellte man einen Bezug zwischen den Planeten und den Metallen her. Danach repräsentiert sich die Sonne im Gold, der Mond im Silber, das Eisen im Mars, das Quecksilber im Merkur, das Zinn im Jupiter, das Kupfer in der Venus und das Blei im Saturn. Beim Bearbeiten dieser Metalle geschehen erstaunliche Dinge. Sie färben die Flamme mit spezifischen Farben, lassen sich in Säuren auflösen, und aus ihren Verbindungen entsteht Neues, zum Beispiel eine kostbare Hülle, die den Dingen, die Ihnen kostbar und der Erinnerung wert sind, Glanz und Dauer geben. Die wunderbare Farbigkeit des Goldes, der edle Spiegelglanz und die bildgestaltende Sensibilität des Silbers, die federnde Härte des Stahls, die Beweglichkeit und Flüchtigkeit des Quecksilbers, die knirschende Kristallinität und der edle Glanz des Zinns, die tieffarbige Schönheit des Kupfers und die graue Schwere des Bleis symbolisieren menschliche Eigenschaften und verleihen dem jeweiligen Objekt dadurch eine zusätzliche, ganz besondere Aura.
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